Ennstal Classic 2017

25 Jahre Ennstal Classic: wir wollten Motorsport wie früher machen

25 Jahre Ennstal Classic: Ein Rückblick des Motorsport-Journalisten und Mitbegründers der Ennstal Classic, Helmut Zwickl.

Wir wollten Motorsport wie früher machen!

Es war ein nebeliger Abend in dem trostlosen Ardennen-Nest Hockey, unweit der belgischen Grand Prix-Rennstrecke von Spa-Francorchamps. Michael Glöckner, der mich als Fotograf zu den Formel 1-Rennen begleitete, schlenderte mit mir an diesem Septembertag des Jahres 1992 durch den Nebel, beide hatten wir wieder einmal einen frustrierenden Tag in der «kleinen Welt der Zirkusaffen», wie Niki Lauda damals die Formel 1 nannte, hinter uns. Michael beklagte, dass es immer mehr Sperrzonen für Fotografen gäbe. Ich hatte die Nase voll vom ganzen System: elektronische Sperrkreuze, lächerliche Geheimhaltung, Fahrer, die nichts mehr sagen durften, konnten oder wollten. Ich ahnte, wo die Formel 1 in den kommenden Jahren hinsteuern würde, weg von ihren Fans, eine einzige, politisch gesteuerte Geldverbrennungsmaschinerie von gnadenlosen Egoisten, die sich unter einem schwachsinnigen Reglement bekriegten und von dem sogenannten Concorde Abkommen zur totalen Starre verdammt waren.

Ennstal Classic 2017 (C) Ennstal-Klassiker / Martin Huber

An diesem Abend fassten wir einen Entschluss: Wir wollten Motorsport wie früher machen – zum Angreifen. Mit den Autos von damals, auf den Straßen von heute. Wie aus einem Munde wurde sofort der Name geboren: «Ennstal-Classic»

Startort sollte Gröbming sein, wo Michael Glöckner Fremdenverkehrschef war. Das Ennstal war inzwischen meine zweite Heimat geworden, seit ich 1974 am Flugplatz Niederöblarn mein Hauptquartier zum Segelfliegen aufgeschlagen hatte.
Dann gab es dieses Gespräch mit Walter Röhrl: Wir machen die Ennstal-Classic, wir möchten dich. Startgeld können wir keines zahlen. Walter, der Große lächelte milde: «Wenn ich in meinem Alter auf Startgeld angewiesen wäre, hätte ich in meiner Karriere was falsch gemacht…»  
Und da er nie was falsch macht, gewann er die erste Ennstal-Classic im Jahre 1993. Auf seinem privaten Austin Healey, mit Gattin Monika am Nebensitz.

1993 standen 35 Autos am Start, darunter Karl Wendlinger, Dieter Quester, ein gewisser Dietrich Mateschitz und Österreichs erfolgreichster Rallye-Pilot Franz Wittmann.

1994, im zweiten Jahr der Ennstal-Classic, erschien erstmals Sir Stirling Moss mit Gattin Susie in Gröbming.

Wir lagen alle flach vor ihm, er sollte bis heute die große Gallionsfigur der Ennstal-Classic werden und die beiden schwören: «Die Ennstal ist für uns die schönste Rallye der Welt.»  Als sich Stirling mit einem Mercedes-Benz 300SL Coupé bei seiner Premiere über den regennassen Österreichring aquaplanierte, wurden alte Erinnerungen wach: Nur drei Kilometer Luftlinie entfernt hatte er 34 Jahre zuvor seinen letzten Auftritt in der Steiermark, als er auf dem Zeltweger Militärflugplatz das große Formel 2-Rennen auf einem Porsche von Rob Waker gewann, vor Hans Herrmann übrigens, der bei der zweiten Ennstal einen Porsche 550 Spyder fuhr. 

EC_3PM1998 kl Peter Meierhofer

Die 2. Ennstal-Classic 1994 endete mit dem bisher einzigen Sieg eines Damenteams: Jutta Roschmann/Nicole Neukunft gewannen auf BMW 507 vor Franz Wittmann/Jörg Pattermann auf meinem Lamborghini Islero, Stirling und Susie Moss wurden Neunte. Ing. Peter Falk, legendärer Porsche-Rennleiter, war in den ersten Jahren ein wertvoller Berater.

1996 wurde erstmals die «Alfred Neubauer-Trophäe» für den Gesamtsieger vergeben, eine Auszeichnung, die der berühmte Rennleiter von Mercedes-Benz noch zu Lebzeiten persönlich an Leute wie John Surtees, Jim Clark, Jackie Stewart, Jochen Rindt und Niki Lauda verliehen hatte. 
Bei der Mille Miglia lässt man das Starterfeld immer wieder gegen den Großstadtverkehr anrennen, aber die wunderschönen Sight-Seeing Touren durch jedes Raubritter-Nest bringen die Teilnehmer in permanenten Zeitrückstand, worauf ein Straßenrennen angesagt ist, wie es nur in Italien toleriert wird, wobei die Toleranzgrenze in den letzten Jahren deutlich gesunken ist. Bei der Ennstal gingen wir einen anderen Weg. Wir führen die Route durch die letzten verkehrsarmen Gegenden der Alpen. Und es ist sportlicher, die Bremsen auf der Nockalm-Abfahrt in die Knie zu zwingen, als die alten Motoren im Stau von Rom niederzukochen.

Ennstal Classic 2017 (c)_3PM1443 kl Peter Meierhofer

1996 war die Typenvielfalt größer denn je, und wir ließen uns auf 94 Starter erweichen. Die Nachfrage überstieg bei weitem das Angebot. Unsere Philosophie wurde die Basis für den Erfolg der Ennstal: Wir sind Verfechter des puren, sportlichen Autofahrens ohne Schnittwechsel und Computerhilfen. Wir sind keine Schnauferlausfahrt, keine Mathematikschularbeit und kein Geschicklichkeitsbewerb. Es gilt generell ein 50 km/h Schnitt, der in den Sonderprüfungen zwischen geheim postierten Lichtschranken auf die Hundertstelsekunde einzuhalten ist. 
Die Ennstal-Classic lotet die Grenzen dessen aus, was mit den Autos von einst auf den Straßen von heute machbar ist. Die Markenvielfalt ist uns alles, sie soll geprägt sein von besonderen Autos, die zu ihrer Zeit in Technik und Sport Maßstäbe setzten und heute Kultobjekte sind.

Ennstal Classic 2017 (c)_3PM1443 kl Peter Meierhofer

Von der ersten Ennstal 1993 bis zur 20. Auflage im Jahre 2012 ist das Baudatum der zugelassenen Autos gleichsam «eingefroren»: Es muss vor dem Stichtag 31.12.1972 liegen.
Und bevor die Ennstal zu einem Computer-Spiel ausartete, wir waren schon nahe daran, haben wir einen entscheidenden Schnitt gemacht: Es sind ausschließlich mechanische Uhren/Stoppuhren/Armbanduhren mit Analog-Anzeige erlaubt,  und alle Geräte, deren Anzeigen ihren Input aus elektronischen Sensoren beziehen, sind verboten. 

1997 gewann Walter Röhrl mit Peter Falk auf Porsche 356 die Ennstal zum zweiten Mal. 1998 hieß der Gesamtsieger Rauno Aaltonen mit Mike Höll als Co auf BMW 2002Ti. In den folgenden Jahren drückte der heute nicht mehr lebende Rudolf Schraml der Ennstal seinen Stempel auf: er gewann in den Jahren 2000, 2001, 2004 und 2005.

2001 hatten wir bereits 145 Teams aus zehn Nationen am Start. Die Ennstal wurde für die ganze Region ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die Umwegrentabilität stieg auf rund 10 Millionen Euro, und jährlich ergeben sich 20.000 zusätzliche Nächtigungen. Über 190 Medienvertreter sind in Gröbming akkreditiert, jährlich werden aus über 300 Nennungen 220 Teams ausgewählt, und die TV-Berichterstattung im ORF, ATV, ZDF, 3Sat, Sat1, n-tv, SF2 weitet sich aus.  

Mit Chopard konnte 2008 ein hochkarätiger Uhren-Partner der Klassik-Szene gewonnen werden.

Ennstal Classic 2017 (c) Peter Meierhofer

Klaus Bischof, Leiter des fahrenden Porsche-Museums, bringt seit Beginn das Familien-Silber nach Gröbming. Mercedes-Benz schickte die legendären Silberpfeile der Vorkriegszeit zum Demo-Grand Prix nach Gröbming. 2001 durfte John Surtees den legendären Mercedes 300SLR #722, mit dem Stirling Moss 1955 die Mille Miglia gewann, über die gesamte Ennstal-Strecke pilotieren. 

 

Ennstal Classic 2017 (c) Peter Meierhofer

Auch die Werks-Museen von Alfa Romeo, Auto Union, BMW, Jaguar, Opel und Lamborghini tauchten immer wieder mit ihren Preziosen auf, nach dem Motto: «Tradition ist die Bewahrung des Feuers, nicht der Asche.»
„Die Ennstal“ mobilisiert auf ihrer Dreitages-Bühne das »Who is Who« der internationalen Renn-, Rallye-, Sport-, TV- und Management Szene. Nirgendwo ist die Legenden-Dichte höher, wenn man sich vor Augen hält, wer seit 1993 als Hauptdarsteller auf dieser Bühne aufgetreten ist:
Niki Lauda, Emerson Fittipaldi, Mario Andretti, John Surtees, Sir Stirling und Lady Susie Moss, Sebastian Vettel, Nigel Mansell, David Coulthard, Tony Brooks, Jochen Mass, Gerhard Berger, Derek Bell, Nino Vaccarella, Nanni Galli, Maria Teresa de Filippis, Hans Herrmann, Marc Surer, David Coulthard, Dieter Quester, Reine Wisell, Michele Alboretto, Eddie Irvine, Christian Klien, Mike Thackwell, Dr. Helmut Marko, Hans Stuck, Herbert Linge, Paul Ernst Strähle, Roland Asch, Rolf Biland, Erik Carlsson, Walter Röhrl, Christian Geistdörfer, Michele Mouton,  Björn Waldegard, Rauno Aaltonen, Hannu Mikkola, Ove Andersson, Arne Hertz, Tony Fall, Franz Wittmann, Rudi Stohl, Ernst Harrach, Jutta Kleinschmidt,  Adrian Newey, Peter Sauber, Jean Sage, Mario Illien, Dr. Mario Theissen, Dr. Wolfgang Porsche, Ernst Piech, Dr. Franz Josef-Paefgen, Dr. Hartmut Warkuss, Dr. Jürgen Stockmar,  Dr. Ulrich Bez, Jo Ramirez, Franz Klammer, Michael von Grüningen, Markus Wasmeier, Thomas Muster, Tobias Moretti, Peter Kraus, Klaus Wildbolz,  Roland Düringer, Rudi Roubinek, Christian Clerici, Robert Palfrader, Gerald Friedle alias DJ Ötzi und »Mr. Bean« Rowan Atkinson.

2008 stand im Zeichen einer einzigartigen Zusammenkunft. Der «CLUB INTERNATIONAL DES ANCIENS PILOTES DE GRAND PRIX F.1» war bei uns zu seinem Jahrestreffen eingeladen. Der Legenden-Club präsentierte sich mit seinen Mitgliedern als das größte Formel 1-Starterfeld, das es jemals in Österreich gab.

Es war ein weiter Weg vom Start mit 35 Autos im Jahre 1993 bis ins Jahr 2012. Wir mussten jahrelang den Behörden, den Sponsoren, den Medien erklären, was die Ennstal-Classic ist und sein soll. Heute beträgt der Print-Medien-Wert laut «Observer» -Auswertung fast 2 Millionen Euro. 
Auch heuer ist wieder der Red Bull-Ring in Spielberg Etappen-Ziel und zugleich Sonderprüfung, und die alte Autostadt Steyr stellt in einer Zeitkontrolle die Kult-Objekte der Ennstal wieder in die Auslage.

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Als vor Jahren eine Baugesellschaft zwei Tage vor dem Start den Sölk-Pass für Asphaltierungsarbeiten sperren wollte, konnten wir das dank unserer Schwerkraft im letzten Moment verhindern. 
Was wir nicht verhindern konnten, war folgendes. «Mr. Bean» alias Rowan Atkinson, der Weltstar, der 2004 mit seinem privaten Jaguar Mark VII mitfuhr und eine Begeisterungswelle entfachte, wie wir sie noch nie erlebt hatten, wollte Samstagnachmittag, nachdem die Rallye zu Ende war, eine ganz private, ungestörte Kaffeepause an einem ruhigen Fleck einlegen. 
Der Schlosswirt in Moosheim empfahl ihm den stillen Ort Pürgg, obendrein eine Sehenswürdigkeit, das Kleinod der Steiermark. Als Rowan nach Pürgg hinaufkam, war dort oben ein großes Feuerwehrfest in Gang. Er wurde sofort erkannt und war chancenlos. Mr. Bean musste unzählige Autogramme schreiben, bevor er im Garten der Gastwirtschaft Krenn den Tag in Ruhe ausatmen konnte…
«Gerhard Berger hat mich gewarnt», sagte Rowan, «in Österreich werden dich deine Fans erdrücken. Er hatte recht…»

Ennstal Classic 2017 (c) Peter Meierhofer

 

Und das ist die Ennstal Classic, wie sie sich in ihrem 25. Jubiläumsjahr präsentiert: Zahlen, Daten und Fakten auf einen Blick

  • DAS ÄLTESTE AUTO: Alfa Romeo Sport Zagato 1924 mit Rene van Stokrom (NL)
  • DAS SCHWÄCHSTE AUTO: Steyr 50 «Baby» (22 PS, 1937) von Thomas Müller/Karl-Heinz Rauscher
  • DIE STÄRKSTEN AUTOS: Pontiac Star Chief (580 PS, 1955) von Heinz Janits/Michael Stocker (AT) und der Shelby Cobra 427 (500 PS, 1965) von Thomas Kern/Peter Gloor (CH)

 

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AUTOS DIE GESCHICHTE SCHRIEBEN: Der berühmteste Bentley 4 ½ Lit., Supercharger (240 PS, 1929) wird Derek Bell anvertraut. Der fünffache Le Mans-Sieger und zweifache Sportwagen-Weltmeister (1985/86) fährt mit seinem Sohn  Sebastian. Es handelt sich um den berühmten Birkin «Blower». Auch wenn Walter Owen Bentley nichts von der Kompressor-Aufladung hielt und Sir Henry Birkin den Bentley-Präsidenten Woolf Barnato nur mit Mühe für einen Le Mans-Einsatz 1930 überreden konnte, und auch wenn der Birkin «Blower» in Le Mans nicht gewann (es siegte ein Bentley-Speed-Six Sauger), so ging ein sagenhaftes Überholmanöver in die Geschichte ein: als Henry Birkin mit dem Kompressor Wagen auf der langen Le Mans-Geraden den Mercedes von Caracciola mit über 200 Stundenkilometer halb im Gras überholte…

Zum wertvollsten Familiensilber von Porsche zählt jener 110 PS starke 550 Spyder  mit dem Hans Herrmann 1954 in der Carrera Panamericana Mexico hinter zwei monströsen Ferrari den sensationellen dritten Rang belegte. Dieses Originalauto von damals bekommt Porsches Sportwagen-Weltmeister Mark Webber in die Hand. Mit nur 1.5 Liter Hubraum und rund 110 PS Leistung schrieb  der 550 Spyder mit seinem Viernockenwellen-Motor des Österreichers Dr. Ernst Fuhrmann Automobil-Geschichte, weil er als David immer wieder Goliaths besiegte.

DAS JUWEL: Der Fiat 1100S (1089 ccm, 51 PS) belegte bei der Mille Miglia 1948 die Plätze 2-3-4 im Gesamtklassement, womit  das Auto sein Lesezeichen ins Buch der Motorsportgeschichte  legte. Bei der ersten Ennstal-Classic fuhren Herbert Völker/Hans Geist das Letzte überlebende Juwel, zur 25.Ennstal wird es wieder aus dem Fiat-Werks Museum geholt und dem Team Rudi Roubinek/Günther Schrems anvertraut.

DEMPSEY, RÖHRL, WEBBER, JANI UND STUCK…

Porsche ist der Partner  Nummer eins der Ennstal-Cassic. Das Stuttgarter Porsche-Museum schickt seine besten Exponate zur 25. Ennstal-Classic und im Cockpit sitzen die berühmtesten Piloten von einst und jetzt.

Top-Star im Feld ist Patrick Dempsey, der „Mr. Cool“ der Film-und Vollgasbranche. In der Live-Übertragung des 24 Stunden Rennen von Le Mans hatte er dies auf Eurosport einem Millionen-Publikum mitgeteilt.

Der heute 51jährige wurde zwischen 2005 und 2015 durch 237 Episoden in der TV-Serie  „Grey‘s Anatomy“, in der er die Rolle des Neurochirurg Dr. Derek Shepherd spielte, zum charismatischen Weltstar. Bis 2015 saß er noch selber am Steuer eines Porsche seines Dempsey-Proton Racing Team den er in Le Mans und Sebring mit großer Leidenschaft pilotierte. Bei der Ennstal-Classic wird er einen Porsche 356 Speedster 1500, Baujahr 1955, fahren.

Ennstal Classic 2017 (c) Peter Meierhofer

Dr. Wolfgang Porsche, der Aufsichtsratsvorsitzende der Porsche AG, führt eine erstklassige Mannschaft in die  Jubiläums-Ennstal, darunter Walter Röhrl, zweifacher Rallye-Weltmeister, Rallye-Ikone und Galionsfigur von Porsche.  Zusammen mit Edelfeder Herbert Völker fährt er einen 356er. Hans-Joachim Stuck pilotiert einen 356 Abarth-Carrera, während Neel Jani, Langstrecken-Weltmeister auf Porsche 2016, im 356 Speedster 1600S an den Start geht. Neben Rennstallchef Fritz Enzinger wird auch Mark Webber,  2015 Fahrer-Weltmeister auf Porsche und vorher 215 facher Formel 1 GP-Starter, zur Ennstal kommen. Der Australier chauffiert einen Porsche 550 Spyder. Nach 9 Grand Prix-Siegen, 13 Polepositionen und 42 Podestplätzen in der Formel 1 und dem Langstrecken-WM Titel bei Porsche hat Mark Webber seine aktive Rennfahrer-Karriere beendet. Bereits im Vorjahr verkündete er: „Ich komme sicher zur Ennstal wieder, denn die wunderbare Strecke in einem Spyder zu genießen, ist was wunderbares…“

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DIE RALLYE-LEGENDEN:  Neben Walter Röhrl, starten Rauno Aaltonen, Franz Wittmann und Rudi Stohl, sie sind Ikonen und Publikums-Lieblinge zugleich.

  • Walter Röhrl, der zweifache Weltmeister wurde heuer 70, er gilt als wertvollste Galionsfigur der Marke Porsche.
  • Rauno Aaltonen ist 79 und als Mini-Legende in der ganzen Welt gefragt.
  • Franz Wittmann ist 69 und mit 12 österreichischen Staatsmeister-Titeln prägte er eine ganze Epoche,  im niederösterreichischen Adamstal besitzt er einer der schönsten Golf-Anlagen Österreichs.
  • Rudi Stohl 70, war der Spezialist für Extrem-Rallyes, 1986 wurde er Vize-Weltmeister in der Gruppe-A

ASTON MARTIN IKONEN

Zu den Highlights des Ennstal-Classic Startfeld zählt ein sagenhafter Aston Martin Rennsportwagen wie sie gegenwärtig zu den begehrtesten Autos des Nachkriegs-Rennsport zählen:

  • ein DB3S Rennsportwagen der 1953 vorgestellt wurde (2992 ccm, 220 PS) und mit dem Doppelsieg in der Tourist Trophy (Collins/Griffith vor Parnell/Thomson) für Aston Martin den dritten Rang in der WM an Land zog.
  • Ein Aston Martin DB3 – dem Vorgänger des DB3S – dabei handelt es sich um den letzten von 10 gebauten Wagen der von Peter Whitehead gefahren wurde und 1954 in Snetterton gewann. Der Sechzylindermotor stammt von Lagonda, mit 2.580 ccm leistete er 140 PS. Der DB3 wurde 1953 eingestellt.

ALPINE 310: NEUAUFLAGE EINES KLASSIKERS

Alpine_A110

Die Alpine A110 war ein Meilenstein im Motorsport. Der Produktionszeitraum dieses ultraleichten Heckmotor-Sportwagen der 1971 und 1973 die Rallye-Weltmeisterschaft gewann und unter den vielen Siegen auch die Rallye Monte Carlo für sich entschied, erstreckte sich zwischen 1961 und 1977, gebaut wurde sie in Dieppe.

Dr. Gery Brandstetter, der beliebte Internist aus Stockerau, der sich auch im Motorsport seine Lorbeeren holte und unter anderen bei der Carrera Panamericana Mexico erfolgreich war, setzt seine Alpine Renault A110 (160 PS, 1972) ein und sein Co ist niemand geringerer als Justizminister Dr. Wolfgang Brandstetter, ein wahrer Fan des historischen Motorsports.

In der Racecar-Trophy fährt Alles Auto-Chefredakteur Enrico Falchetto mit Co Heike Falk eine Alpine-Renault A110, Baujahr 1977. Der Einsatz der beiden Autos ist ein Brückenschlag zur neuen Alpine, die heuer von Renault mit der alten Typenbezeichnung A110 käuflich wird. Das Serienauto mit Alukarosse debütierte auf dem Genfer Salon 2017, bei der Ennstal-Classic ist der neu aufgelegte Klassiker noch vor dem offiziellen Verkaufsstart erstmals für das Publikum life im Original zu sehen.

AUFMARSCH DER SIEGER

Auch frühere Ennstal-Sieger werden in Gröbming von der Rampe rollen. Da sind die Einmal-Sieger Christian & Margot Baier (Jaguar E), Alois Heidenbauer (Aston Martin DB2/4), Sebastian Klackl (Porsche 356), Rauno Aaltonen/Werner Gassner (Mini-Cooper S), Richard Kaan (Chevrolet Confederation), Pius Weckerle/Otmar Schlager (Porsche 911) und Gery Brandstetter, der Sieger von 2002 (Renault Alpine).

Die Zweifach-Sieger heißen Walter Röhrl (1993 auf Austin Healey, 1997 auf Porsche), sowie Fritz Radinger/Thomas Wagner (Mini-Cooper S, 2015 und 2016). Helmut Schramke/Peter Umfahrer (Jaguar XK 150) standen dreimal unterm Lorbeerkranz:  2003, 2006, 2012.

(Bildnachweis: Fotos von der Ennstal Classic 2017 (c) mit freundlicher Genehmigung der Ennstal Classic)

 

Written by

Hans Hörl ist seit mehr als 30 Jahren im Medien- und Verlagsgeschäft, und seit 16 Jahren auf das Luxus-Lifestyle-Segment spezialisiert. Er ist Gründer und Herausgeber der online-Magazine FiNE ART OF LIVING und NeueUhren.de.

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