FM RIESE – FORWARD MUSIC FESTIVAL in den Swarovski Kristallwelten

Musik an der Schnittstelle von Pop, Electronica und Neuer Musik präsentiert das Forward Music Festival, das erstmals von 22. bis 24. November 2012 in den Swarovski Kristallwelten in Wattens stattfindet. SOAP&SKIN (with Ensemble), Carla Kihlstedt, das Brandt Brauer Frick Ensemble und andere schaffen freie künstlerische Räume für Grenzgänge, Querverbindungen und die Erschließung neuer Kontexte. Akustische Dance-Musik und dunkle Balladen, verschrobene Popsongs, improvisierte Klangräume und kalkulierte Soundlandschaften: Die Ausgangspunkte der Musiker beim Forward Music Festival sind weit gespannt, die Stilrichtungen variabel. Vertreter einer zeitgenössischen, vorwärtsgerichteten Kunst, die neue Sounds erforschen und sich in ungewohnte Kontexte begeben, suchte der künstlerische Leiter Christof Dienz für das Festival in den Swarovski Kristallwelten. Mit Denseland, Carla Kihlstedt und Matthias Bossi (22.11.), Vladislav Delay, dem Brandt Brauer Frick Ensemble (23.11.), Radian meets Howie Gelb sowie SOAP&SKIN (with Ensemble) (24.11.) fand er sechs Bands, die diesen konzeptuellen Gedanken am besten verkörpern.

Works in progress Eines davon, der Musikblog rabbitrabbitradio.com, ist ein work in progress der Geigerin und Sängerin Carla Kihlstedt und des Schlagzeugers Matthias Bossi, ein anderes die Zusammenarbeit des Instrumentalisten und Sängers Howe Gelb mit den Wiener Electro-Akustikern Radian. Die Glücksformel „rabbit rabbit“, nach einem alten Brauch am Morgen eines jeden Monatsersten zu sprechen, zieht bei Kihlstedt und Bossi einmal monatlich poetische Songs im Zwischenbereich von Pop und Kammermusik nach sich. Bis November 2012 wird ihre Liedersammlung auf ein Konzertprogramm angewachsen sein.

Neues Soundmaterial entstand auch im Frühjahr 2012 bei gemeinsamen Aufnahmen von Radian und Howe Gelb. Die zu überwindenden Grenzen lagen hier zwischen Strukturiertheit und Spontaneität, zwischen Tüftelei und Verwegenheit, und dies auch live umzusetzen, ist eines der spannendsten Vorhaben im diesjährigen Festivalprogramm.

Vergleichbar – in Bezug auf die Anzahl der Möglichkeiten – ist die Kombination Radian/Gelb mit dem Projekt Denseland des Vokalisten und Percussionisten David Moss und des Berliner Duos Hannes Strobl/Hanno Leichtmann. Moss ist der Grenzgänger schlechthin – oder mehr noch ein Musiker, der ganz ohne Genres auskommt. Mit dem aus Tirol stammenden Bassisten Hannes Strobl und dem Schlagzeuger Hanno Leichtmann schafft er improvisatorische Freiräume über verdichteten Klangflächen. Digital und akustisch Wie solche Sounds entstehen, wie analoge, digital erzeugte oder gesampelte Klänge zusammenwirken, ist eine Grundfrage des Festivals. In den Randzonen dieses Bereichs agieren Vladislav Delay und das Brandt Brauer Frick Ensemble am 23. November 2012. Während der Elektroniker Delay mit digitalen Mitteln Naturklänge erzeugt, bringen Brandt Brauer Frick ihre Vision von Club-Musik mit fast ausschließlich akustischen Instrumenten auf die Bühne.

Den Einsatz von Streichern, Bläsern und Klavier und die sparsame Verwendung elektronischer Mittel teilen Brandt Brauer Frick mit der Österreicherin SOAP&SKIN (with Ensemble), doch gelangen sie zu gänzlich anderen musikalischen Ergebnissen. Wo Brandt Brauer Frick zum Tanzen anregen, setzt SOAP&SKIN (with Ensemble) auf verfeinertes Songwriting und innige Gefühle. Die Intensität, mit der sie dies tut, macht ihre Konzerte zu dramatischen, anrührenden, manchmal verstörenden Ereignissen. Sie lassen einen nicht unberührt – etwas, das auf die eine oder andere Weise für alle Konzerte beim Forward Music Festival gilt. Vor diesem Hintergrund richtet sich das Festival an Menschen, die Musikhören unabhängig von stilistischen Grenzen als Abenteuer verstehen, die offen sind, sich auf Ungehörtes einzulassen. Oder, nach Carla Kihlstedt: „Die Dinge, die ein Rockmusikpublikum von einem klassischen oder experimentellen unterscheiden, existieren nur an der Oberfläche. Wenn du sie nur anpustest, sind sie so gut wie verschwunden.“ Kunst beim Forward Music Festival Ihr stilübergreifender Ansatz erstreckt sich bei vielen Künstlern des Festivals auch auf die Auseinandersetzung mit musikfernen Disziplinen wie Film oder Fotografie. Neben den Visuals zu den Konzerten ist darüber hinaus ein Kunstprojekt des israelischen Künstlers Arik Levy in das Festival eingebunden. Der Bildhauer, Fotograf, Designer und Filmemacher löst Kristalle in ihre grafischen Strukturen auf und überträgt die so entstehenden Linien und Muster auf den Konzertraum der Swarovski Kristallwelten.

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Hans Hörl ist seit 1979 im Medien- und Verlagsgeschäft und war in leitenden Postionen tätig. Anfang 2000 gründete er Media Service Partner und spezialisierte sich im laufe der Jahre auf das Luxus-Lifestyle-Segment. Er ist Gründer und Herausgeber der Online-Magazine FiNE ART OF LIVING und NeueUhren.de.

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