Ginori Lisci: Weine, wie es sie (fast) nur in der Toskana gibt

Im Val di Cecina, dem nördlichsten Teil der toskanischen Maremma liegt das Anwesen der Marchesi Ginori Lisci, das seit dem 16. Jahrhundert im Besitz der Familie des Marquis Ginori Lisci und seiner Nachfahren ist. Wie bei historischen Gütern nicht unüblich, handelt es sich um einen großen landwirtschaftlichen Betrieb, der sich heute über 2.000 Hektar erstreckt mit ausgedehnten Wäldern und Feldern, Olivenhainen (20 ha) und Weinbergen (17 ha). Man erreicht es vom Ort Ponteginori aus über eine schmale, kurvenreiche durch einen Wald führende Straße in der „Locanda Querceto“.

Ginori Lisci, Locanda Querciolaia

Das scheinbar klassische Porträt eines toskanischen Großgrundbesitzes ist jedoch nur optisch ein Dokument der Geschichte: Hinter den 700 Hektar Ackerland steht ein hochmodernes  Projekt alternativer Energiegewinnung, das hier angebaute Rohstoffe (wie Hirse, Mais und Triticale) und andere sonst verlorengehende landwirtschaftliche Nebenprodukte in Biogas umwandelt. So ist der gesamte Komplex des Castello hinsichtlich seines Energiebedarfs völlig autonom, und es können zusätzlich weitere 1281 Familien mit sauberer Energie versorgt werden. Ihr modernes Verständnis für die Umwelt und alternative Energiequellen zeichnen den Eigentümer Lionardo Ginori Lisci (und seinen Neffen Luigi Malenchini, den Geschäftsführer des Gutes) aus.  Der Marchese gehört übrigens zu einer alteingesessenen toskanischen Familie, aus der im Laufe von Jahrhunderten Kaufleute, Bankiers und schließlich die Gründer der historischen Porzellanmanufaktur von Doccia hervorgingen, die das italienische Porzellan zum Leben erweckte und bis heute zu den großen Namen des „Made in Italy“ zählt.

Die 17 Hektar Weinberge liegen auf einer Höhe von etwa 300 Metern über dem Meeresspiegel.

Ihre Böden sind von mittlerer Mischung und reich an Kies, der eine fast einen Meter hohe und homogene Schicht über einem leicht tonhaltigen Nährboden bildet. Unter der Denomination Montescudaio Doc werden die Rebsorten Merlot, Cabernet Sauvignon und Sangiovese angebaut. Die Weine:

macchion_del_lupo

castelloginori

campordigno

bacio

virgol

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der körperreiche und leicht würzige Macchion del Lupo besteht ausschließlich aus Cabernet Sauvignon. An der Spitze des Weinsortiments steht ab dem Jahrgang 2008 der DOC Montescudaio Castello Ginori, aus 100% Merlot, der nicht nur mit weichen und runden Tanninen, sondern auch mit einem langen und frischen Finale brilliert.  Im Campordigno, der sich angenehm rund und harmonisch präsentiert, treffen ein ungewöhnlicher Sangiovese und ein Merlot aufeinander.

Vervollständigt wird das Angebot von dem duftig-frischen Rosato Bacìo, der überwiegend aus Merlot und einem kleinen Anteil Sangiovese besteht und dem zum zweiten Mal abgefüllten, frischen Weißwein Virgola, einer Cuvée aus Vermentino (60%) und Viognier (40%). Ungewöhnlich: deutlich mehr als 50% der Weine werden in der Toskana bzw. in Italien verkauft und getrunken, der Export-Anteil ist ungewöhnlich niedrig. Ein guter Gund, die Weine direkt vor Ort zu verkosten.

Informationen zum Weingut unter www.marchesiginorilisci.it. In Deutschland sind die Weine von Ginori erhältlich bei Frank Hözle Weinhandlung, Freiburg, unter www.toskana-wein.com

 

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