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Hideaway für Weinliebhaber: Castello di Querceto

Das Castello die Querceto ist ein verstecktes Kleinod unter den Toskanischen Weingütern. Seine Geschichte geht zurück bis in das Jahr 123 vor Christus. In der Vergangenheit diente das Castello mit seinem Turm oberhalb der Via Cassia Imperiale, dem Schutz dieses wichtigen  Hauptverbindungsweges aus der Römerzeit und zur Verteidigung der umliegenden Gegend.

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Heute beschützt es – umrahmt von Wäldern und Hügeln – wie ein wertvolles Juwel seine Weinberge und Olivenhaine. Das ursprünglich langobardische Castello hat sich bis heute sein mittelalterliches Aussehen bewahrt mit seinem langgestreckten, L-förmigen Gebäude und dem mit den antiken, guelfischen Zinnen bekrönten Turm im Zentrum der Fassade.

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Zum Castello di Querceto gehören ca. 190 ha Landbesitz, davon 60 ha Rebflächen, 10 ha Olivenhaine. Der Rest ist mit Eichen- und Kastanienwäldern bedeckt, die vor allem als Jagdrevier genutzt werden. Unter der Leitung von Alessandro und Antonietta François gehört Castello di Querceto heute zu den führenden Weingütern im Chianti-Gebiet und zeichnet sich durch kontinuierliche Forschung mit dem Ziel der Qualitätssteigerung aus. Erzeugt werden ca. 500.000 Flaschen, das Gut exportiert in die ganze Welt.  Castello die Querceto IMG_4230

Weinberge, Böden, Aktivitäten

 Die Rebreihen ziehen sich an den beiden Hängen des Dudda-Tals entlang vom Sugame-Paß,  Dudda bis hin nach Lucolena und zum Monte San Michele auf einer Höhe zwischen 400 und 520 m ü.M.. Der größte Teil der Rebflächen (ca. 50 ha) wurde zwischen 1979 und 1982 angepflanzt, wobei einige wenige Ausnahmen (3 ha) noch älter sind und weitere 7 ha Neuanpflanzungen zwischen 1997 und 1999 erschlossen wurden.  Die Pflanzdichte reicht von 3.300 Stöcken/ha der alten Weinberge bis hin zu 7.575 Reben/ha auf den neuesten Flächen. Als Erziehungsform werden die im Chianti Classico traditionelle Formen des Kordons mit horizontalem Ausläufersystem auf einer Höhe von 60 cm über dem Erdboden und der Guyotschnitt praktiziert.

Unter den roten Rebsorten dominiert natürlich Sangiovese, ergänzt durch zahlreiche andere Sorten wie Canaiolo, Colorino, Mammolo, Ciliegiolo, Malvasia Nera und dann Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Syrah und Merlot. Bei den Weißweinreben sind die traditionellen Sorten Malvasia del Chianti und Trebbiano Toscano sowie Chardonnay zu finden.

Geologisch gesehen stellen die Böden eine Besonderheit dar, da sie zu einer kleinen Zone am südlichen Rand der Chianti-Berge gehören, die aus polychromen Erdschichten besteht, die reich an Mangan, Eisen und alkalischen Metallen sind und aus der Kreidezeit und dem Eozän stammen. Die normalerweise zwischen Ende September und Ende Oktober stattfindende Lese wird ausschließlich von Hand vorgenommen, wobei Trauben sorgfältig verlesen werden.

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Das Engagement von Alessandro François: ein Weinsortiment für Kenner

Von Anfang an gehörte es zur Philosophie von Alessandro François, Weine aus einigen speziellen Selektionen zu vinifizieren, Lagen und Charakteristika vorher gründlich analysiert wurden. Damit sollte sicher gestellt werden, die Eigenschaften und das Potential der verschiedenen Rebflächen mit ihren sehr unterschiedlichen Bedingungen am besten zum Ausdruck zu bringen.

Eine Studie der mikroklimatischen Gegebenheiten und der Bodenbeschaffenheit der einzelnen Rebflächen führte zu dem Schluß, dass man aufgrund der ausgeprägten Unterschiedlichkeit der Parameter, die die Eigenschaften der Weine beeinflussen, nur mit separater Vinifizierung der Trauben jeder einzelnen Lage und der Produktion von “Crus” Weine mit ausgeprägter Persönlichkeit erhalten konnte. Und so werden auf Castello di Querceto außer Chianti Classico und Chianti Classico Riserva weitere sechs “Crus” von ausgewählten Lagen aus sorgfältig selektiertem Traubengut und mit separater Vinifikation erzeugt. Im Einklang mit dieser Philosophie liegen die Ertragsmengen für die einzelnen Lagen relativ niedrig, beim Chianti Classico zwischen 45 und 50 hl/ha, bei den Crus zwischen 35 und 40 hl/ha.

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  Die Crus 

La Corte ist ein reinsortiger Sangiovese; Il Cento eine spezielle Selektion der Lage “La Corte” wurde anläßlich der Hundertjahrfeier im Jahr 1997 erzeugt; Il Picchio ist eine Cuvée aus Sangiovese (95%) und Canaiolo (5%); Il Querciolaia eine Mischung aus Sangiovese (65%) und Cabernet Sauvignon (35%); Cignale  aus Cabernet Sauvignon (90%) und Merlot (10%) sowie Il Sole di Alessandro  ein reinsortiger Cabernet Sauvignon.

 Die Chianti Classico-Weine

Chianti Classico und Chianti Classico Riserva, die Basisweine des Gutes, werden aus einer Selektion der Trauben von der gesamten, 60 ha umfassenden Rebfläche des Gutes mit einem hohen Sangiovese-Anteil von 90% erzeugt. Die restlichen 10% verteilen sich auf Canaiolo und geringe Mengen alter traditioneller, roter Rebsorten der Region.

 “Prickelndes”, Vinsanto und Destillate 

Spumante 660thumbAus den auf Castello di Querceto angebauten weißen Rebsorten entstehen zwei weitere Erzeugnisse. Eine Selektion von Chardonnay und Trebbiano Toscano bildet die Ausgangsbasis für den mit der klassischen Methode der Flaschengärung erzeugten Schaumwein “François I”. Trebbiano Toscano und Malvasia del Chianti werden nach der traditionellen Methode mit langsamer Gärung und mindestens fünfjähriger Reifung in kleinen Eichenholzfässern zum Vinsanto del Castello di Querceto vinifiziert. Ergänzt wird die Weinpalette durch zwei verschiedene hochprozentige Produkte: Acquavite del Castello ist ein Grappa aus den frischen Trestern aller auf dem Gut verarbeiteten Rebsorten, während Acquavite del Castello Riserva das gleiche Produkt mit einer Reifung von mindestens 3 Jahren in Eichenholzfässern darstellt.

 ….und Destillate: Arzente del Castello ist ein Weinbrand aus Chianti Classico, der vor allem durch sein komplexes Bouquet besticht, das er sich im Laufe der 10jährigen Reifelagerung erwirbt. Diese erfolgt in kleinen Fässern aus verschiedenen Holzarten, darunter vor allem Obsthölzern wie Apfel, Birne, Kirsche, Kastanie. Fast nur ein Hobby stellt die geringe Produktionsmenge der Querciocchi dar, das sind handwerklich gemachte Pralinen mit Acquavite und Arzente.

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Die Olivenhaine erstrecken sich über verschiedene Flächen, bepflanzt sind sie mit jeweils 400 Olivenbäumen/ha. Auf Castello di Querceto sind die traditionellen Sorten des Chianti Classico zu finden: Frantoio, Moraiolo, Leccino, Pendolino und Maurino. Die von Hand während des Monats November gepflückten Oliven werden innerhalb von zwei, maximal drei Tagen in einer traditionellen Ölmühle abgepresst und ergeben ein Natives Olivenöl Extra, ein weiteres typisches und sehr renommiertes Erzeugnis aus dem Chianti. 

Übernachten auf Castello di Querceto Castello die Querceto Guesthouse IMG_4213

Der Wunsch (zumindest eine Zeit lang) auf Castello di Querceto zu leben, ist leicht zu realisieren. Vorausgesetzt, es gibt Platz!  Seit 1999 steht Castello di Querceto auch Touristen und Gästen offen. Durch einen  Umbau entstanden zwölf wunderschöne Apartments, einige davon im Castello selbst, andere in einem bezaubernden, von Weinbergen und Eichenwäldern umgebenen nahe gelegenen Bauernhaus.  Die Restaurierung erfolgte im toskanischen Stil wurde ergänzt durch modernen Komfort. So kommen Gäste in den Sommermonaten nicht nur in den Genuß von Flair und Geschichtsträchtigkeit des Gutes, sondern auch eines prachtvollen Swimmingpools. Und – nicht zu vergessen: der Wein!Castello die Querceto Guesthose pool IMG_4227

Diamante und Rubino heißen die beiden größten Wohnungen mit je 3 Schlafzimmern, 2 Bädern, Küche und Wohnzimmer. Die anderen 10 Wohnungen verfügen über 1 oder 2 Schlafräume, ein Bad und eine Küche.

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Die Preise liegen für ein 2-Raum-Appartement bei € 80,- (95,-), ein 3-Raum Appartement bei € 100,- (115,-) und ein 3-Raum-Appartement bei € 115,- (140,-). Die Preise in Klammern gelten für die Hochsaison, das Frühstück wird mit € 6,- / Person berechnet.  (Weiterführender Link)

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