Neuer Porsche Carrera zur IAA

Er geht nun forsch auf die 50 zu und präsentiert sich seinem Publikum jünger denn je:  der neue Porsche 911 Carrera. Evolution statt Revolution – ein behutsamer Prozess sorgsamer Modellpflege der den 911 er zu einem begehrten, aber auch bewährten, alltagstauchglichen Sportwagen mit geringen Wertverlusten gemacht hat, findet seine Fortsetzung. Niedriger und länger ist er geworden, die flach gestreckte Silhouette zeigt unverändert eindeutig: hier kommt ein 911er!

Bei unveränderten Außenabmessungen ist der Radstand um 100 Millimeter gewachsen, die reduzierte Fahrzeughöhe und die bis zum 20 Zoll großen Räder sorgen für einen noch sportlicheren Auftritt. Schwäbischer Sparsamkeit ist auch die Gewichtsreduktion um 45 Kilogramm durch eine neue Leichtbau-Karosserie mit Aluminium-Stahlbauweise zu verdanken. Aerodynamische Optimierungen, auch durch den nun breiteren, variabel ausfahrbaren Heckspoiler reduzieren die Auftriebskräfte stärker als bisher. Basis für noch mehr Agilität, Präzision und Fahrstabilität sind neben dem verlängerten Radstand unter anderem die breitere Spur an der Vorderachse, eine neue Hinterachse sowie die neue elektromechanische Servolenkung. Darüber hinaus stehen weitere, je nach Modell serienmäßige oder optionale, aktive Regelsysteme zur Verfügung, welche die Fahrdynamik noch weiter steigern. Das trifft insbesondere auf die erstmals für den 911 Carrera S verfügbare aktive Wankstabilisierung Porsche Dynamic Chassis Control (PDCC) zu. Das System reduziert die Seitenneigung
beispielsweise bei Kurvenfahrt, wodurch die Reifen immer optimal zur Fahrbahn stehen und höhere Seitenkräfte übertragen können. Die möglichen Kurvengeschwindigkeiten
steigen, noch schnellere Rundenzeiten auf Rennstrecken sind möglich.

Auf Sparsamkeit getrimmt wurden die neuen Antriebsaggregate und legen mit einem Verbrauch von weniger als 10 Litern die Messlatte für deren  hinlänglich bekannte  Effizienz nochmals höher. Damit konnten auch die Emissionswerte um bis zu 16% reduziert werden. Auto-Start-Stopp, Thermomanagement, Bordnetzrekuperation, das weltweit erste 7-Gang-Getriebe, eine neue elektromechanische Servolenkung  und – in Verbindung mit dem Porsche-Doppelkupplungsgetriebe die sogenannte „Segelstellung“ tragen dazu bei. So verbraucht der 911 Carrera mit dem neuen 350 PS starken 3,4-Liter-Boxermotor und optionalem Porsche-Doppelkupplungsgetriebe im neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) nur 8,2 Liter pro 100 Kilometer – 1,6 l/100 km weniger als der Vorgänger. Auch beim 911 Carrera S mit 3,8-Liter-Boxermotor und neuerdings 400 PS sinkt der Verbrauch trotz 15 PS höherer Leistung in
Verbindung mit dem optionalen PDK um 14 Prozent beziehungsweise 1,5 l/100 km auf 8,7 l/100 km.

Gleichzeitig wurde bei beiden Modellen die Fahrleistungen verbessert: Der Carrera S mit PDK erreicht die 100 km/h nach 4,3 (Sport Plus 4,1) Sekunden, der 911 Carrera mit
PDK benötigt für den Sprint aus dem Stand auf 100 km/h nur 4,6 Sekunden (Sport Plus 4,4 Sekunden). Passend zum modifizierten Exterieur-Design entwarfen die Porsche-Designer einen Innenraum, der sich an der des Porsche Carrera GT orientiert. Durch die nach vorne ansteigende Mittelkonsole mit dem rennsporttypisch hoch, besonders nah am Lenkrad liegenden Schalt- oder Wählhebel wird der Fahrer jetzt noch stärker in das Cockpit integriert. Auch im Interieur finden sich klassische Porsche-Elemente wieder: das Kombiinstrument mit fünf Rundinstrumenten – eines davon ein hochauflösender Multifunktionsbildschirm, der zentrale Drehzahlmesser sowie das Zündschloss links vom Lenkrad.

Der neue 911 Carrera ist damit mehr Elfer, denn je. Seine Weltpremiere feiert er auf der IAA 2011 in Frankfurt. Die Einführung der neuen 911-Modelle beginnt am 3. Dezember 2011, die Fahrzeuge sind ab dem 1. September im Porsche-Zentrum bestellbar. Die Preise betragen in Deutschland 88.037 Euro für den 911 Carrera und 102.436 Euro für den 911 Carrera S einschließlich 19 Prozent Mehrwertsteuer und länderspezifischer Ausstattung. Unser erstes Fazit: Ein automobiles Stabilitätsprogramm findet seine konsequente Fortsetzung. Das folgende Video liefert schon mal erste Eindrücke:

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Hans Hörl ist seit mehr als 30 Jahren im Medien- und Verlagsgeschäft, und seit 16 Jahren auf das Luxus-Lifestyle-Segment spezialisiert. Er ist Gründer und Herausgeber der online-Magazine FiNE ART OF LIVING und NeueUhren.de.

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