Limitierte Auflage für Kenner: Panerai Luminor 1950 Tourbillon GMT

Ihren Anfang nahm die Erfolgsgeschichte der Marke Panerai mit der Handfertigung der ersten professionellen Taucheruhren für die königliche italienische Marine im Jahr 1938. Darauf folgten jahrzehntelange Erfahrungen in der Uhrmacherkunst, deren jüngstes Ergebnis die Entwicklung verschiedener Manufaktur-Uhrwerke ist. Diese werden vollständig in den Officine Panerai Werkstätten entworfen, entwickelt und hergestellt. Was die Konstruktionsqualität betrifft, ist das Panerai P. 2005 unter den vier in den letzten Jahren produzierten Kalibern bzw. Uhrwerken sicherlich das anspruchsvollste. Es ist auch das Herzstück der Luminor 1950 Tourbillon GMT, einer außergewöhnlichen Uhr, die Tradition, Sportlichkeit, Präzision und modernste Technologie optimal in sich vereint.

Das charakteristische Merkmal der neuen Luminor ist das Tourbillon, eine Erfindung des genialen Uhrmachers Abraham-Louis Breguet aus dem späten 18. Jahrhundert. Sein Ziel war die Vermeidung von Gangabweichungen hervorgerufen durch die Schwerkraft, ungenaue handwerkliche Ausführung, das Eindicken der Schmieröle und die damit verbundene unterschiedliche Reibung in verschiedenen Positionen der Uhr. Die Lösung Breguets bestand in der Montage von Unruh, Ankerhemmung und Ankerrad in einem kleinen Käfig, welcher sich kontinuierlich um sich selbst drehte. Die ständige Rotation bewirkte, dass sich eventuelle Gangabweichungen gegenseitig aufhoben: Ein zu schnelles Laufen der Unruh in einer Position wurde durch das langsamere Laufen in einer anderen Lage ausgeglichen. Seit über zwei Jahrhunderten gilt das Tourbillon als die technisch anspruchvollste Komplikation im Uhrmacherhandwerk. Seine Herstellung erfordert höchste Präzision und erst seit wenigen Jahren werden Tourbillons auch in Armbanduhren eingebaut. Solche Uhren sind selbstverständlich von höchstem Wert. Die Tourbillon-Hemmung hat Generationen von Uhrenliebhabern fasziniert und gilt seit jeher als große technische Herausforderung.

Dieser Herausforderung hat sich Officine Panerai gestellt und dabei innovative Detaillösungen für diese seit ihrer Erfindung im Wesentlichen unveränderte uhrmacherische Spezialität entwickelt.

Im Uhrwerk der Luminor 1950 GMT rotiert der Tourbillon-Käfig parallel zum Uhrwerksboden im rechten Winkel zur Unruhachse. Dabei vollzieht er in der Minute zwei Umdrehungen. Aufgrund dieser beiden Innovationen gelingt es, die bei Armbanduhren häufiger als bei Taschenuhren auftretenden positionsbedingten Gangabweichungen besser auszugleichen. Das mithilfe eines dem Automobil-Getriebe ähnlichen Rädergetriebes arbeitende Tourbillon ist das charakteristische Merkmal des Kalibers P.2005. Es unterscheidet sich noch in weiteren Details von allen anderen zurzeit produzierten Tourbillon-Uhrwerken. Der aus 239 Bauteilen bestehende Mechanismus wird per Hand aufgezogen, und seine drei Federhäuser erlauben eine Gangreserve von gut 6 Tagen. Darüber hinaus verfügt er über eine GMT-Funktion (Anzeige der zweiten Zeitzone).

Durch den Gehäuseboden der Luminor 1950 Tourbillon GMT aus Saphirglas lässt sich das Uhrwerk in seiner Gänze bewundern. Besonders eindrucksvoll ist hier der Anblick des rotierenden Tourbillon-Käfigs. Zudem lässt sich auf einer halbkreisförmigen Skala die Gangreserve ablesen.

Die Gehäuseform und die Kronenschutzbrücke sind seit über 60 Jahren die unverwechselbaren Merkmale der Panerai Luminor Modelle. Sie sind bei dieser neuen 47 mm messenden Uhr aus poliertem und satiniertem Stahl gefertigt. Selbstverständlich ist eine Uhr aus einem Haus mit ausgeprägt maritimer Tradition wasserdicht bis 100 Meter. Ein zwei Millimeter starkes, entspiegeltes Saphirglas schützt das im Sandwich-Stil aufgebaute Zifferblatt. Auf dieser Panerai Innovation befinden sich große Markierungen und arabische Ziffern. Diese sind in der Dunkelheit besonders gut abzulesen, da die untere Scheibe des Zifferblatts mit einem fluoreszierenden Material beschichtet ist. Breite Stunden- und Minutenzeiger bilden einen attraktiven Kontrast zu dem schmaleren GMT-Zeiger mit pfeilförmiger Spitze. Die zweite Zeitzone wird ebenfalls mit der Aufzugskrone eingestellt.

Im Unterschied zu den meisten Spitzenuhren mit Tourbillon-Hemmung anderer Marken stellt die Luminor 1950 diese technische Spezifikation nicht auffällig zur Schau. Sie ist nicht wie sonst üblich durch das Zifferblatt sichtbar. Von ihrer Existenz zeugt lediglich ein kleiner blauer Punkt auf der kleinen Sekundenanzeige auf der 9-Uhr-Position. Dieser Indikator bewegt sich mit der Geschwindigkeit des Tourbillons und schreitet deshalb doppelt so schnell fort wie der Sekundenzeiger (alle 30 Sekunden eine Umdrehung). Der Zeiger auf dem kleinen Zifferblatt auf der 3-Uhr-Position vollzieht in 24 Stunden eine Umdrehung. Über die Anzeigen „pm“ und „am“ gibt er an, ob es in der zweiten Zeitzone Tag oder Nacht ist.

Ein Alligatorlederarmband mit der charakteristischen breiten Schließe aus satiniertem Stahl mit Schriftzug Panerai komplettiert den Auftritt der Luminor 1950 Tourbillon GMT. Im Lieferumfang enthalten sind ein Zusatzarmband zum Wechseln sowie ein Werkzeug und ein Stahlschraubenzieher zum Austauschen des Armbands.

Die Luminor 1950 Tourbillon GMT (Referenz: PAM00276) gehört sicherlich zu den mechanisch anspruchvollsten und exklusivsten Sportuhren der letzten Jahre. Sie wird in einer nummerierten, limitierten Auflage produziert. Ihr Preis beträgt 79.000 Euro.

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Hans Hörl ist seit 1979 im Medien- und Verlagsgeschäft und war in leitenden Postionen tätig. Anfang 2000 gründete er Media Service Partner und spezialisierte sich im laufe der Jahre auf das Luxus-Lifestyle-Segment. Er ist Gründer und Herausgeber der Online-Magazine FiNE ART OF LIVING und NeueUhren.de.

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