Südostasien: Eine kulturelle Zeitreise zwischen Moderne und Ursprünglichkeit

Wer nach Asien reist taucht ein in eine andere Welt. Tropische Wälder und türkisfarbenes Meer, blumengeschmückte Tempel und unentdeckte Schätze warten auf den Reisenden. Länder wie Myanmar, Kambodscha, und Vietnam machen es einfach, den Alltag hinter sich zu lassen. Aber auch Indonesien, Malaysia, Thailand oder China mit ihren unbekannten Sitten und Gebräuchen schicken Globetrotter auf eine Zeitreise zwischen quirligen Metropolen und jahrtausendealten Kulturen. Der Alltag in Südostasien ist geprägt vom Buddhismus. Auch in Europa ist die Faszination für die viertgrößte Weltreligion weit verbreitet. Sie gilt als ideale Religion postmoderner Individualisten, als undogmatisch und friedfertig, soll die Persönlichkeit stärken und Stress reduzieren. Obwohl der Buddhismus in Südostasien fast alle Lebensbereiche bestimmt, sind alle Länder in sich eine Besonderheit.

 

Myanmar: Im Herzen Asiens

Mitten in Asien und doch Jahrzehnte unserer Zeit entrückt, ist Myanmar ein ganz besonders Reiseziel. Die Geschichte Myanmars ist lang: Gerade die USA und viele nichtstaatliche Organisationen verwenden nach wie vor den Namen Burma oder Birma, der auf das britische Kolonialreich (1886-1948) zurückgeht. Um sich von der britischen Kolonialzeit abzugrenzen, benannten die Machtinhaber das Land von Burma in Myanmar um (Myan=stark, mar=schnell). Der Versuch der Gründerväter, eine parlamentarische Demokratie zu errichten, scheiterte 1962, als das Militär die Macht über das Land an sich riss. Die Eskalation im Unterdrückungsstaat erreichten 1988 ihren Höhepunkt, als ein Volksaufstand das Regime der Generäle zu kippen drohte und 3.000 Demonstranten gewaltsam den Tod fanden. Die neue Verfassung konzipiert Myanmar formell als parlamentarische Demokratie mit Militäreinfluss.

Ancient buddha in Ayutthaya province of ThailandEine ideale Zwischenstation auf der Reise von der Hafenmetropole Rangun im Südwesten Myanmars in das 800 Kilometer nördlich gelegene Mandalay ist der Inle-See. Die ursprüngliche Armut des Landes ist hier kaum spürbar. Innerhalb des Sees und am Seeufer gibt es 17 Dörfer, die überwiegend von den Inthas, den „Leuten am See“, bewohnt sind. Dicht an dicht ragen auf Pfählen stehende Holzhäuser aus dem Wasser. Mitten im See gelegen ist das Dorf Inpawkhon, das berühmt für seine Webarbeiten ist. Auf der Road to Mandalay, dem Weg nach Mandalay, schmücken über 2.000 Tempel und Pagoden die Kulisse.

Einen deutlichen Kontrast zu dieser Dorfidylle bildet Sagaing, die Hauptstadt der gleichnamigen Sagaing-Division mit 300.000 Einwohnern. Sie ist eines der buddhistischen Zentren Myanmars und gruppiert sich um den Sagaing-Hügel. Mehr als 600 Stupas – buddhistische Bauwerke, die Buddha und den Dharma symbolisieren – und Klöster sowie 100 Meditationszentren sind hier zu finden. Mehr als 6.000 Mönche und Nonnen leben in Sagaing und ziehen Touristen aus aller Welt an.

Wer auf seiner Reise durch Myanmar Luxus sucht, findet im „The Strand Yangon“ genau das richtige. Das Hotel gilt als Wahrzeichen Yangons, genießt einen hervorragenden Ruf als eines der besten Hotels Südostasiens aus der Kolonialzeit und als eines der besten Luxushotels der Welt. The Strand liegt am Flussufer des Yangon in einem restaurierten viktorianischen Anwesen mit beeindruckender Geschichte und hat sich seinen Charme auch heute noch bewahrt. Es versetzt die Gäste mit seinen hohen Decken, der eleganten Innenausstattung und dem Duft nach Jasmin in längst vergangene Zeiten zurück, als Prinz Edward, George Orwell, Noël Coward und Rudyard Kipling hier residierten.

Kambodscha: Am Golf von Thailand

Zwischen Thailand, Laos und Vietnam liegt Kambodscha, das ebenfalls eine Reise wert ist. Wer Kambodscha besucht, sollte das beindruckende Bauwerk Angkor Wat mit auf den Reiseplan nehmen. Die einzigartigen Tempelanlagen, die noch heute von der Baukunst der Khmer zeugen, bilden den größten Tempelkomplex der Welt und haben der Region Angkor nahe der Stadt Siem Reap zu Berühmtheit verholfen. Nur wenige Orte auf der Welt wie sind ähnlich beeindruckend.

Das Königreich hat aber noch viel mehr zu bieten: Phnom Penh als Zentrum ökonomischer Vitalität und intellektueller Debatten ist dabei, sich mit seinem wiederauflebenden Kulturleben und seiner Restaurant- und Ausgehszene einen Namen zu machen. Zu den Top-Restaurants in Phnom Penh gehören „Van´s“ auf dem Place de la Poste mit seiner französischen Küche und seinem Indochine-Charme sowie das La Résidence inmitten tropischer Gärten mit einem Mix aus französischer Küche und orientalischem Flair. Hier bereitet Michelin-Stern Chefkoch Takeshi Kamo aus Japan französische Spezialitäten wie Gänse- und Entenleber.

Im ländlichen Kambodscha hingegen spielt sich der Alltag langsamer ab. Reisfelder und Zuckerpalmen sowie tropische einsame Inseln mit Strandhütten vor der Südküste des Landes prägen hier die Landschaft. Landeinwärts erhebt sich das Kardamom-Gebirge, das Teil einer gewaltigen tropischen Wildnis ist. In den unberührten Bergregionen des Nordostens erwarten die Besucher überwältigende Naturattraktionen. Durchschnitten wird das Land vom Mekong, der Refugium für die letzten Süßwasserdelfine Südostasiens ist.  Ebenso abwechslungsreich wie die Landschaft ist auch die fast noch unentdeckte Küche Kambodschas. Sie bietet zahlreiche kulinarische Spezialitäten und wird beeinflusst von der traditionellen Küche der Khmer, der umliegenden asiatischen Kultur, aber auch der europäischen Küche.

Halong Bay, Vietnam 

Vietnam: Küstenstaat mit Charme

Hanoi als Hauptstadt Vietnams bietet zahlreiche und einzigartige Sehenswürdigkeiten wie den Schildkröten-Turm (Thap Rua), den Jadeberg-Tempel (Den Ngoc Son) oder den Tempel des Tran Vu (Den Tran Vu), dem bedeutendsten taoistischen Tempel Hanois. Sie allesamt machen einen Besuch für jeden Reisenden erstrebenswert. Märkte wie der Hang-Da-Markt strotzen vor Leben. Das Stöbern nach bunten Schätzen, Souvenirs und Unikaten auf diesem Altstadt-Markt ist eines der Highlights in Hanoi. Stilvoll Residieren lässt sich im Luxushotel Sofitel Metropole. Das 5-Sterne-Hotel besticht durch seine zeitlose Eleganz und seinen Prunk im Kolonialstil – nicht umsonst ist es die Grande Dame in Südostasien. Wer Vietnam abseits von Hanoi bereisen möchte, sollte sich am Hai Van Pass orientieren. Der „Wolken-Pass“ bildet die natürliche Grenze und Wetterscheide zwischen Nord- und Süd-Vietnam. Auf dem Programm stehen sollte auf jeden Fall die alte Kaiserstadt Hué, in der die Ruinen und das kaiserliche Grab des Tu Duc zu bestaunen sind.

Tipps zur Rundreisen-Gestaltung

Myanmar, Kambodscha und Vietnam sind genau wie alle anderen Länder Südostasiens derart abwechslungsreich, dass sie für jeden Reisenden eine Menge zu bieten haben. Auf welche Länder die Wahl für eine Rundreise letzten Endes fällt, ist daher abhängig von den Prioritäten, die der Reisende setzten möchte. Land oder Stadt, traditionelle oder moderne Küche, luxuriöse oder landesübliche Unterkünfte: Eine individuell erstellte Route für Rundreisen in Asien ist aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten empfehlenswert. Auch Dauer und Reisezeit sollten individuell geplant werden. Der angenehmste Zeitraum für eine Reise nach Vietnam im südlichen Landesteil beispielsweise liegt im Zeitraum von Dezember bis Februar. Myanmar ist besonders gut im Januar, Februar, November und Dezember zu bereisen.

Foto 1: © siamphoto – Fotolia.com / Foto 2: © F.C.G. – Fotolia.com

 

 





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