Urus: Lamborghini präsentiert SUV auf der Peking Auto Show

Der Automobilmarkt in China bietet auch den Premium-Herstellern das Potential dort Fahrzeuge des Top-Segmentes in einer Stückzahl zu verkaufen wie es in den ange-stammten Märkten kaum möglich ist. Auch Lamborghini hat diesen Markt im Visier und zeigt auf der Peking Auto Show mit dem “Urus“ seinen Einstieg in das SUV-Segment. Die klassischen „Lamborghini“ Statements finden sich also nun auch im Top-Segment der SUVs wieder: 440 kW/600 PS und Leichtbau-Technologie sorgen für die „Lamborghini“-Performance in diesem Segment.

Die traditionell und Lamborghini-Typische, kantige und auf günstige Cw-Werte ausgelegte keilförmige Karosserie beschränkt sich allerdings auf das Angebot von vier, dafür großzügigen Sitzplätzen, bietet einen variablen Gepäckraum, variable Bodenfreiheit und permanenten Allradantrieb. Der Solventen Zielgruppe von Lamborghini-Kunden will man mit dem Urus die Möglichkeit bieten, einen Lamborghini zukünftig auch als „Erstwagen“ zu nutzen. Damit sucht man die Kundenbasis zu erweitern, man spricht Familien und Fahrer von Lamborghini Supersportwagen an die bislang SUV-Modelle anderer Hersteller fahren. Insbesondere erwartet man sich aus den Zielmärkten USA, Großbritannien, Deutschland, Russland, dem Mittleren Osten und China entsprechende Absatzzahlen und denkt dabei an die Größenordnung von 3.000 Fahrzeugen pro Jahr. Mit dieser dritten Baureihe hofft man erfolgreich in einer der weltweit erfolgreichsten Fahrzeugsegmente, dem der SUVs, erfolgreich den „Lamborghini unter den SUVs zu platzieren.

Permanenter Allradantrieb gehört übrigens zur DNA von Lamborghini, und auch das SUV-Segment ist für die Marke aus Sant’Agata Bolognese keineswegs fremd: Mit dem Modell LM002 hatte Lamborghini das Superluxus-SUV-Segment begründet. Bei seiner Präsentation im Jahr 1986 war der LM002 ein absolut revolutionäres Fahrzeug: ein geländetaugliches Automobil mit Zwölfzylindermotor und 450 PS, mit einer Höchstgeschwindigkeit von über 200 km/h, einem luxuriösen Interieur und vor allem mit einem derart beeindruckenden Auftritt war bis dahin undenkbar. Bis 1992 blieb der Lamborghini LM002 in Produktion, und obwohl kaum mehr als 300 Serienexemplare entstanden sind, hat der LM002 seinen Platz in der Automobilhistorie sicher. Der Urus hat erwartungsgemäß einen unverwechselbaren Auftritt. Er wirkt kraftvoll, aber nicht mächtig. Er ist muskulös, aber auch elegant. Mit einer Länge von 4,99 Meter, einer Höhe von nur 1,66 Meter und einer Breite von 1,99 Meter besitzt der Lamborghini Urus die Proportionen für den Supersportler im Segment. Bedeutend für die Performance ist das Herz jedes Lamborghini, der Antrieb Die Zielmarke ist gesetzt – rund 440 kW / 600 PS Leistung sind zu erwarten. Permanenter Allradantrieb mit Traktionssystem ist selbstverständlich. Mit niedrigem Schwerpunkt und eine variable Karosseriehöhe soll der Urus auch bei der Fahrdynamik neue Maßstäbe setzen. Aerodynamik Ein höhenverstellbare Frontspoiler ermöglicht in Verbindung mit der variablen Karosseriehöhe einen guten Rampenwinkel und schützt gleichzeitig vor Hindernissen. In seiner niedrigsten Position unterstützt er die Fahrstabilität durch gute Aerodynamik bei hohen Geschwindigkeiten. Am oberen Rand der Heckscheibe sitzt ein Deflektor, der den Luftstrom über die Heckscheibe auf den adaptiven Heckspoiler lenkt. So lässt sich die aerodynamische Balance des Fahrzeuges der Fahrsituation entsprechend, jederzeit anpassen.

Auch beim Interieur geht man neue Wege: Fahrer und bis zu drei Passagiere finden Platz in einem perfekt geschnittenen Maßanzug – taillierter Sitz, aber bequem. Das Interieur ist – der Leichtbaustrategie von Lamborghini konsequent folgend – fast vollständig in kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff gehalten. Besonders auffällig ist der Mitteltunnel – eine offene, Skelettartige Karbonstruktur aus Forged Composite®. Sie zieht sich durch das gesamte Interieur und wird nur teilweise von mit Leder bezogenen Kissen verkleidet. Mit einzelnen Kissen versehen sind auch die vier Sportschalensitze, deren Sitzschalen ebenfalls aus Forged Composite® gefertigt werden. Dabei ist die Sitzposition niedriger und flacher als in jedem anderen Fahrzeug des Segments. Die Bedienphilosophie des Lamborghini ist sehr reduziert. So sind hinter dem Lenkrad nur die Schaltpaddel für das Doppelkupplungsgetriebe zu finden. Alle weiteren Funktionen wie Blinker, Licht, Scheibenwischer sind entweder ins Multifunktionslenkrad integriert oder auf die Mittelkonsole ausgelagert. Seine Informationen erhält der Fahrer von einem frei programmierbaren TFT-Bildschirm hinter dem Lenkrad. Die Nebenfunktionen wie Navigation, Entertainment, Klima werden über einen Touchscreen auf dem Mitteltunnel bedient. Ein weiterer Touchscreen steht den Fondpassagieren zur Verfügung. Charakteristisch für die Seitenansicht des Urus ist die schmale Fensterfläche, die sich nach hinten stark verjüngt. Zusammen mit der sehr dynamischen Dachlinie und dem sehr muskulös ausgeformten hinteren Radhaus ergibt sich eine gestreckte und kraftvoll-sportliche Form. Stattliche Räder gehören zu einem Lamborghini, zumal wenn er im SUVSegment die Dynamik neu definieren soll: So kommt er auf neu entwickelten 24 Zoll großen Rädern im Doppelspeichen-Design aus matt bearbeitetem Aluminium daher. Fünf verschraubte Karbonflügel optimieren die Belüftung. Lackiert ist der Urus in sattem, leicht chromglänzenden Rot, als optimaler Kontrast zu den zahlreichen Karosserieteilen in kohlefaserverstärktem Kunststoff. So sind etwa große Teile des Frontspoilers, die kompletten Seitenschweller und der mächtige Heckdiffusor aus Sichtkarbon. Auf konventionelle Außenspiegel wurde verzichtet, kleine und aerodynamisch optimierte Kameras beobachten das Verkehrsgeschehen hinter dem Fahrzeug. Die Anzeige erfolgt über zwei ergonomisch perfekt platzierte TFT-Bildschirme links und rechts im Cockpit.

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Hans Hörl ist seit 1979 im Medien- und Verlagsgeschäft und war in leitenden Postionen tätig. Anfang 2000 gründete er Media Service Partner und spezialisierte sich im laufe der Jahre auf das Luxus-Lifestyle-Segment. Er ist Gründer und Herausgeber der Online-Magazine FiNE ART OF LIVING und NeueUhren.de.

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