Wo Reisen jetzt besonders günstig ist

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Wo Reisen jetzt besonders günstig ist: Inflation bei Nullkommanull, niedriger Ölpreis und schwache Auslandswährungen machen Reisen jetzt im Herbst so günstig wie nie. Welche Ziele sich besonders lohnen, zeigt das Preisbarometer des internationalen Buchungsportals HOTEL DE.

Die Inflationsrate in Deutschland liegt nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes bei 0,0 %.* Während sich Nahrungsmittel leicht verteuerten, hat sich Energie um fast 10 % vergünstigt. Auch die Hotelpreise sind nach einer Untersuchung des Buchungsportals HOTEL DE zurückgegangen. Deutschlandweit sanken die Übernachtungskosten durchschnittlich um 2,4 % auf 88,48 Euro. Dabei präsentieren sich im Jubiläumsjahr – trotz 25 Jahren Deutscher Einheit – Ost- und Westdeutschland nicht gerade einheitlich.

Während sich die ostdeutsche Hotellerie vor allem unter den günstigsten Städten Deutschlands positioniert, rangiert in den Top 10 der teuersten Städte lediglich das ehemals geteilte Berlin mit durchschnittlich 102,89 Euro auf Platz 7. IAA gibt trotz VW-Skandal Gas Als aktueller Spitzenreiter in Deutschland präsentiert sich München – das Oktoberfest lässt grüßen. Allerdings besuchten die diesjährige Wiesn rund 400.000 Gäste weniger, was sich auch auf die Übernachtungskosten auswirkte. Gegenüber dem Vorjahr konnten Zimmersuchende zur Wiesnzeit mit einem durchschnittlichen Hotelpreis von 202,72 Euro rund 5 % sparen, im gesamten September mit 142,38 Euro je Nacht und Zimmer im Durchschnitt fast 10 %.

Tiefer in die Taschen greifen mussten Hotelgäste dagegen in Frankfurt (plus 8,95 % auf 116,60 Euro), denn die 66. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) zeigte sich vom VW-Abgas-Skandal offensichtlich unbeeindruckt. In die Messehallen strömten rund 50.000 Autofans mehr als bei der IAA vor zwei Jahren. Doch nicht alle Businessmetropolen sind so teuer. Düsseldorf beispielsweise liegt mit einem Rückgang der Übernachtungskosten um 5,51 % auf 89,20 Euro auf Platz 25 im Hotelpreisranking. Auf Rang 9 präsentiert sich zwar die Hamburger Hotellerie, doch auch hier konnten Gäste mit 102,48 Euro je Nacht und Zimmer gegenüber dem Vorjahr deutlich sparen.

Hotelpreisbarometer: Die teuersten Großstädte Deutschlands (Durchschnittspreise in Euro je Nacht und Zimmer)

Stadt September 2015 September 2014 Vgl. September 2015 zu September 2014 in %
1. München 142,38 158,12 -9,95
2. Frankfurt am Main 116,60 107,02 8,95
3. Heidelberg 111,85 107,18 4,36
4. Ludwigshafen am Rhein 107,88 99,75 8,15
5. Freiburg 104,25 105,41 -1,10
6. Münster 103,60 98,26 5,43
7. Berlin 102,89 99,99 2,90
8. Mannheim 102,59 101,56 1,01
9. Hamburg 102,48 110,84 -7,54
10. Köln 102,19 109,91 -7,02

In Ostdeutschland kosten Zimmer nur die Hälfte Die günstigsten Hotels finden sich in Ostdeutschland. Im Durchschnitt kosten Zimmer hier oftmals nicht einmal halb so viel wie beim Spitzenreiter München. Preiswerter kann man in Deutschland kaum Urlaub machen, denn die Städte und das Umland bieten zudem ein vielfältiges Angebot an Kultur, Sehenswürdigkeiten und Natur. Zimmer in Halle und Magdeburg kosten nur knapp über 60 Euro. Und selbst Dresden mit den zahllosen historischen Bauwerken und Museen ist für durchschnittlich 70 Euro je Nacht und Zimmer ein Schnäppchen. „Im Hotelbereich ist die deutsche Einheit noch nicht angekommen. In unseren regelmäßigen Auswertungen präsentiert sich die ostdeutsche Hotellerie oftmals günstiger, sauberer und freundlicher“, lobt Jörg Malang, Chief Product Officer der HOTEL DE AG. Hotelpreisbarometer: Die günstigsten Großstädte Deutschlands (Durchschnittspreise in Euro je Nacht und Zimmer)

Stadt September 2015 September 2014 Vgl. September 2015 zu September 2014 in %
1. Halle 62,16 60,86 2,14
2. Magdeburg 63,51 73,62 -13,73
3. Moers 65,13 78,29 -16,81
4. Paderborn 65,82 68,09 -3,33
5. Chemnitz 66,07 67,31 -1,84
6. Bottrop 68,94 81,17 -15,07
7. Jena 69,48 71,35 -2,62
8. Pforzheim 71,24 70,20 1,48
9. Recklinghausen 73,36 73,50 -0,19
10. Dresden 73,88 76,16 -2,99

Preisturbulenzen in Europa International zeichnen diverse Veranstaltungen, Währungsschwankungen sowie die allgemeine wirtschaftliche Lage für die Entwicklung der Übernachtungskosten verantwortlich. London, die Nummer 1 unter den europäischen Businessmetropolen, ist zugleich in puncto Zimmerpreis mit durchschnittlich 197,44 Euro die teuerste Hauptstadt Europas. Der deutliche Aufpreis von rund 16 % im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus dem gegenüber dem Euro kräftigeren Pfund und zahlreichen Messen, die die Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten steigerten. Auch in Stockholm und Warschau mussten Hotelgäste deutlich tiefer in die Tasche greifen. In der schwedischen Hauptstadt (plus 10,68 % auf knapp 154,92 Euro) dürfte das im benachbarten Solna stattgefundene Qualifikationsspiel für die kommende Fußball-Europameisterschaft zu einem Anstieg der Übernachtungskosten beigetragen haben. In der polnischen Hauptstadt (plus 11,44 % auf 88,73 Euro) stieg die Nachfrage nach Zimmern aufgrund des Warschau-Marathons, einer der größten in Europa. Ganz anders in Oslo, Moskau und Rom. In Norwegen drückt der niedrige Ölpreis auf die wirtschaftliche Stimmung und die heimische Währung hat gegenüber dem Vorjahr deutlich an Wert verloren. Mit rund 30 % niedrigeren Übernachtungskosten – rund die Hälfte davon währungsbedingt – sind die Zimmerpreise in Oslo auf dem niedrigsten Stand seit Jahren. Auch in Rom (minus 12,24 % auf 92,53 Euro) konnten Hotelgäste kräftig sparen. Der niedrige Ölpreis und die Wirtschaftssanktionen aufgrund der Ukraine-Krise trüben auch die wirtschaftliche Situation in Russland. Der Rubel verlor gegenüber dem Vorjahr über die Hälfte seines Wertes. Zimmersuchende aus dem Euroraum konnten daher Hotelübernachtungen in Moskau für durchschnittlich unter 100 Euro ergattern. Vor drei Jahren lagen die Hotelkosten in der russischen Millionenmetropole noch fast doppelt so hoch, in der ukrainischen Hauptstadt sogar rund dreimal so hoch. Während in Kiew im September 2012 – auch aufgrund der EM – noch durchschnittlich 123,01 Euro je Nacht und Zimmer bezahlt werden mussten, kostet eine Übernachtung aktuell gerade mal 42,21 Euro. Damit ist Kiew die günstigste Hauptstadt Europas. Ergebnisse des Hotelpreisbarometers für europäische Hauptstädte** (Durchschnittspreise in Euro je Nacht und Zimmer)

Stadt September 2015 September 2014 Vgl. September 2015 zu September 2014 in %
1. London 197,44 170,18 16,02
2. Kopenhagen 165,13 156,67 5,40
3. Stockholm 154,92 139,97 10,68
4. Paris 152,83 158,56 -3,61
5. Bern 150,33 149,60 0,49
6. Amsterdam 148,03 143,87 2,89
7. Helsinki 136,88 137,62 -0,54
8. Oslo 112,84 157,95 -28,56
9. Berlin 102,89 99,99 2,90
10. Athen 101,20 104,93 -3,55
11. Moskau 95,50 137,33 -30,46
12. Rom 92,53 105,44 -12,24
13. Warschau 88,73 79,62 11,44
14. Wien 88,18 92,64 -4,81
15. Madrid 78,94 86,01 -8,22

** Währungsumrechnungen basieren auf Durchschnittskursen des jeweiligen Monats






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